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Blutwurz - Unser Kräutergarten
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Blutwurz
Blutwurz

Blutwurz

Top-Pflanze

Synonyme und volkstümliche Namen

Tormentille, TORMENTILLA NECK.

Blutwurz
Latein: Potentilla erecta
Familie: Rosengewächse (Rosaceae) Details ]
Vegetationszeit: Mehrjährige Pflanze
Verwendung: Durchfallstopper, Entzündungshemmend

Beschreibung

Blütenblatt hat am Blattgrund einen Goldgelben Fleck (wie auch bei der Aurea)

Für Gurgelwasser als Mischung mit Salbei
Zum färben von z.B. Reis (beim Kochen)


Vorkommen

magere, saure Böden auch Waldwege -
Polsterbildend

Verwendung


Heilkräftig ist nur die Wurzel
dicke knorrigzähe Wurzel, roter Kern
* in Alk. ansetzen mind. 60 % -
Ansatz wird rot ( bei purer Einnahme
mit Wasser verdünnen auf 40 %)
* oder trocknen zum Tee (kochen,
da harte Droge, dh festes/hartes Material
immer kalt ansetzen, dann leicht köcheln
und ziehen lassen)
und Harte Drogen halten sehr sehr lang!
bei
* schwerem Durchfall
Tee oder Tinktur in Tee tropfen
* für Hals - Mund - Rachenraum
* Zahnfleischbluten (sehr gut)
* Zahnfleischschwund

Tip

Gutes Gurgelwasser:
Salbei - Sonnenhut (roter) - Blutwurz - Teebaumöl

Blutwurz(Potentilla erecta)

Wenn wir dieses zarte, unscheinbare Pflänzchen mit den freundlich, goldgelben
Blüten betrachten, so erscheint es uns ganz unverständlich, warum die Alten es
potentilla, die Mächtige nannten(potentia = Macht). Die Erklärung dafür liegt in
der Erde verborgen. Wir brauchen nicht tief zu graben, um auf des Pflänzchens
Wurzel zu stoßen, und diese Wurzel ist es, die so viele Heilkräfte enthält, dass
die Pflanze mit dem ehrenvollen Namen "die Mächtige" belegt wurde.
Die kurze, dicke, braune Wurzel liegt schräg im Boden. Sie ist unregelmäßig
knollig verdickt. Wenn wir diese Wurzel quer durchschneiden, können wir etwas
Seltsames beobachten. Die gelblich - weiße Schnittstelle läuft blutrot an, als ob
wir uns in den Finger geschnitten hätten.
Ein gutes Blutstillungsmittel muss eine zusammenziehend Kraft haben. Wenn wir
ein Stückchen von der frischen Wurzel kauen, so schmecken wir sofort ihren
herben, zusammenziehenden Geschmack, so stark, dass sich unser Mund pelzig
anfühlt.

In der Blutwurz wurde ein sehr hoher Gehalt an Gerbstoff festgestellt, manche
Blutwurzpflanzen enthalten davon bis zu 20%. Die Blutwurz übertrifft darin noch
die Rathaniawurzel, eine aus den Anden eingeführte Pflanze, die lange Zeit als
DAS Gerbstoffmittel galt. Durch den hohen Gehalt an Gerbstoffen wirkt die
Blutwurz stark zusammenziehen. Gleichzeitig wirkt sie, vermutlich durch ihren
Gehalt an Tormentillrot, desinfizierend.
Die Blutwurz desinfiziert, repariert verletzte Blutgefäße in der Schleimhaut,
beruhigt die Entzündung, und kräftigt die Schleimhäute des Magens und des
Darms. Wir wissen inzwischen auch, dass die Gerbstoffe der Blutwurz in ein
wohlausgewogenes Netz von verschiedenen anderen Wirkstoffen eingebettet
sind, die sie gegenüber den reinen Gerbstoffpräparaten überlegen machen. Die
Gerbstoffe der Potentilla erecta sind besser verträglich. Sie sind an Eiweißstoffe
gebunden, welche bewirken, dass sie langsam und länger anhaltend abgegeben
werden. Wir nennen dies Depotwirkung. Das alles macht die Blutwurz zu einem
souveränen Mittel zur Heilung von entzündlichen und infektiösen Prozessen des
Dick- und Dünndarms.
Die Blutwurz gehört zur Familie der Rosengewächse. An ihrem unscheinbaren
Aussehen erinnert nicht viel an eine Rose. Doch ich erinnere mich genau, seit
wann ich die Blutwurz mit Rosen in Verbindung bringen kann. Es war, als ich die
frische Wurzel zur Bereitung einer Tinktur auf einer Reibe raspelte, da stieg mir
ein ganz feiner Rosenduft in die Nase. Die Blutwurz enthält auch etwas
rosenähnliches ätherisches Öl.

Achtung !
Zur Zeit der Blüte hat die Blutwurz ein untrügliches Unterscheidungsmerkmal:
ihre goldgelben Blüten tragen im Gegensatz zu den anderen Arten nur vier
Kronblätter. Dies ist etwas Besonderes, denn die Mitglieder der Rosenfamilie
haben meist fünf Kronblätter. Blumen mit vier Kronblättern sind in unserer
einheimischen Flora eine Seltenheit.

Die Wurzel sollte im zeitigen Frühjahr oder im späten Herbst gesammelt werden.
Dann blüht die Pflanze noch nicht, oder nicht mehr.
So müssen wir uns zur Unterscheidung an andere Merkmale halten. Wir finden
die Blutwurz auf trockenen wie auf feuchten Magerwiesen, auf feuchten
moorigen Waldrändern, aber auch hoch oben im Gebirge, sie klettert dort bis zu
25oo m hinauf. Im Moor sind die Pflanzen klein und eng an den Boden gedrückt.
Je trockener der Standort, desto mehr streckt sich die Pflanze, wird größer und
erreicht eine Höhe bis zu 40 -50 cm. Die Blutwurz hat dünne verzweigt Stängel,
die anfangs flach am Boden liegen und sich später je nach Standort hoch
aufrichten. Die großgezähnten Blätter entspringen direkt aus dem Hauptstängel,
sie sind dunkelgrün und etwas glänzend. Unten am Stängel sind sie fünfzählig,
weiter oben werden sie dreizählig. An den oberen Stängelenden thronen auf
vierblättrigen Kelchen die goldgelben Blüten.

Verwendung
In einer Hausapotheke sollte ein Fläschen Blutwurztinktur oder das Wurzelpulver
nicht fehlen. Wegen des hohen Gerbstoffgehaltes reagiert die Blutwurz mit
verschiedenen Substanzen, wie Eisen, Kupfer, Jod, Wismut, aber auch
manchen Kräutern wie z.B. Römische Kamille gegenüber unverträglich. Es ist
deshalb wichtig, bei der Verarbeitung der Wurzel darauf zu achten, die Blutwurz
nicht mit rostendem Eisen oder den obengenannten Metallen in Kontakt zu
bringen. Auch sollte man sie nicht mit Kamille zusammenmischen. Auch sollte
man die Produkte innerhalb eines Jahres verbrauchen, oder neu ansetzen, da
ihre Heilkraft stark abnimmt.

Zu verwenden bei:
Akute und chronische Entzündungen im Magen und Darmbereich, bei Durchfällen
(vor allem bei Sommerdurchfällen!), (Reiseapotheke),
Blutwurz stillt die übermäßigen Regelblutungen, abwechselnd eingenommen mit
Hirteltäscheltee oder -tinktur.
Blutwurz ist eines der besten Blutstillungsmittel. Man desinfiziert vorhandene
Wunden als erstes mit Arnikatinktur und bestreut sie danach mit Wurzelpulver
(fein!).(das vermindert die Narbenbildung!).
Sehr bald darauf hört die Wunde auf zu bluten. Man kann auch einen Umschlag
mit in Blutwurztinktur getränkter Kompresse machen.
Die Salbe hilft bei Ausschlägen, Hautunreinheiten, rauer, rissiger Haut;

Achtung!
Die Blutwurz ist berühmt als Mittel gegen Parontodose, lockeren Zähnen,
Zahnfleischschwund, Entzündungen im Zahnfleischbereich, Zahnfleischbluten

Zum Schluss noch zwei Besonderheiten: Blutwurz färbt Rot und Rosa. Und die
pulverisierte Wurzel in Rotwein eingenommen hilft Männern bei vorzeitigem
Samenerguss.

Achtung

Hoher Gerbstoffgehalt: Das kann die Eisenaufnahme unterbinden.
Vermutlich der höchste Gerbstoffgehalt überhaupt.
Enthält weiters: Gummi, Polyphenol, Tormentilen

Bestes Mittel zum Stopfen (Gegen Durchfall)
Auch bei Magen- oder Darmblutungen.
Salbe bei rauher Haut, Ekzemen, Erfrierungen, schlecht heilende Wunden,
Verbrennungen.

pharmazeutisch gebrauchte
volksheilkundlich gebrauchte Heilpflanze
homöopathische Heilpflanze
tierheilkundliche Heilpflanze

D=rad., H=plt.rec. T=rad.

Asthma, Bronchitis, Lunge, Husten (Nr. 05)
Durchfall, Ruhr (Nr. 15)
Weißfluß (Nr. 48)
Zuckerkrankheit (Nr. 50)

Eigenschaften

Blüte: GELB
Blutwurz
Blutwurz

Allgemeine Beschreibung der Familie Rosengewächse

abgeschlossene Familie, Veränderungen nur durch Züchtungen vom Gärtner
Immer 5 freie Kron- und Kelchblätter, wenig raffinierter Blütenbau, Insektenblütig,
ausgeprägte 5er Symetrie.
5 Blütenblätter oder ein vielfaches von 5
Staubgefäße viele
1 (Kirsche), 5 (Apfel), viele (Hagebutte)
Fruchtknoten
Ausnahme: Blutwurz, Frauenmantel

Blätter: immer wechselständig, gefiedert oder gefingert, ganzrandig,
oft mit Nebenblätter

Blüte: radiär getrennt kronblättrig

Frucht ist eine Scheinfrucht; ober- unterständig; Nussfrüchte (Erdbeere),
Balgfrüchte mit oder ohne Haken, mit oder ohne Federn (Nelkenwurz,
Silberwurz, Fingerkräuter, Odermenning)
Steinfrüchte
Alle Rosen haben Früchte.
Äpfel und Hagebutten sind Scheinfrüchte, die eigentlich Samen befinden sich in
der Mitte.

Enthalten:
Gerbstoffe in Früchte, Wurzeln und Borke.
Blausäureglykoside in den Samen. (Nicht zuviele (Apfel)-Kerne mitessen!)
Blausäure blockiert die Zellatmung und sind ein Fraßschutz.
kann in kleinen Dosen aber direkt die (Leber)Krebszellen angreifen und zerstören
Flavonoide in den Früchten
ätherische Öle in den Blüten (Apfel-, Weinrose)
Salicylsäure in den Blättern

typische Vertreter:
Odermennig, Erdbeere, Mädesüß, Schlehe,Wiesenknöpfe, Blutwurz,
Frauenmantel, Waldgeißblatt, alle unsere Obstbäume, echte Rosen
einziger giftiger Vertreter: Kirschlorbeer

Disclaimer

Die Inhalte von "Unser Kräutergarten" sind ausschließlich für den Informationszweck bestimmt und kann nicht den Besuch beim Arzt oder der Ärztin ersetzen, die für eine professionelle Beratung oder Behandlung ausgebildet sind. Besonders wenn Sie Medikamente nehmen ist der Einsatz von Heilpflanzen vorher ärztlich abzuklären.

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