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Kümmel - Unser Kräutergarten
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Kümmel
Kümmel

Kümmel

Top-Pflanze
leicht giftig, hautzeizend, fototoxisch, brecherregend und/oder allergen Öl ist hautreizend!
Kümmel
Latein: Carum carvi
Familie: Doldenblütler (Apiaceae) Details ]
Vegetationszeit: Zweijährige Pflanze
Verwendung: Blähungstreibend, Verdauungsfördernd

Beschreibung

Verwendung

Nahrungsmittel, Bienenweide,

Tee

Samen - einige Nummern

Der Kümmel ist ein zweijähriger Korbblütler, der als Gewürz weltweit angebaut
wird. Seine Heimat ist nicht bekannt, wird aber in Nordasien vermutet. Die
Blätter sind vielfach geteilt, die weißen bis rosa gefärbten Blüten sind in Dolden
angeordnet, die auf kantig gerieften Stengeln von bis zu 1,2 m Höhe sitzen.

Blütezeit

Mai bis Juli des zweiten Kulturjahres

Inhaltsstoffe

Fettes Öl, Ätherisches Öl, Phenolsäuren, Flavonoide,
Flavonglykoside und Cumarine.

Anwendung

Kümmel wird bei träger Magentätigkeit, Appetitlosigkeit,
Darmkrämpfen sowie Blähungen angewendet. Äußerlich dient das Öl in Form
von Einreibungen gegen Hautparasiten. In der Volksmedizin wird der Kümmel
auch bei Husten empfohlen. Desgleichen ist die Verwendung als
Beruhigungsmittel sehr verbreitet.

In der Tierheilkunde setzt man Kümmeltee gegen Koliken bei Pferden und Rindern
ein.

Rezepte

Tee

1 gehäufter TL zerdrückte Früchte mit ¼ l kochendem Wasser ca. 10
Minuten stehen lassen. Schluckweise warm trinken.
ÖL: 3-10 Tropfen Öl auf Zucker einnehmen.
Tinktur: 20g zerdrückte Früchte auf 100 ml Alkohol 5 Tage stehen lassen. Davon
bei Bedarf 20-40 Tropfen in Wasser aufgelöst oder auf einem Stück Zucker
einnehmen.

Die Tinktur nimmt man bei Völlegefühl, Blähungen oder Krämpfen im Darmbereich.
Mit Wein angesetzt wird die Tinktur gläschenweise genommen und hält weniger
lange.

Kümmel wird in der Küche zum Würzen von Fleisch, Soßen, Suppen, Gemüse,
Käse, Salaten und vieles mehr verwendet. Kümmel fördert die Verdauung.
Einige Kümmelkörner in einem kleinen Säckchen zu kochendem Kohl gehängt,
nehmen den unangenehmen Kohlgeruch.
Kümmeltee und das ätherische Öl wirken auch gegen Regelschmerzen und als
harntreibendes Mittel.
Kümmel in Milch gekocht ist ein wirksames Hustengetränk.
Kümmeltee fördert die Milchbildung bei stillenden Frauen, wirkt bei schmerzhafter
Periode junger Mädchen, vertreibt Verdauungsbeschwerden bei Säuglingen und
Kleinkindern, beseitigt Völlegefühl und leichte Blähungen und nervöse
Magenstörungen.

Mundwässer und hautreizende Einreibungen enthalten meist Kümmel.
Nach neueren Untersuchungen wirkt Kümmel lockernd auf die Weichteile, was
den Geburtsvorgang erleichtert.
Ein starker Kümmelaufguss im Vollbad wirkt anregend und erfrischend, wenn man
z. B. noch etwas vorhat.

Kümmel wächst bei uns wild und kann auf jeder Wiese, bei Bahndämmen und
Böschungen, Wegrändern oder Feldwegen gefunden werden.
Bitte genau bestimmen, da der Kümmel als Doldenblütler sehr leicht verwechselt
werden kann.
Nur Pflanzen sammeln, die man kennt!

Bei Missbrauch von kümmelhaltigen Branntweinen oder Likören können
allerdings nicht nur Alkoholschäden, sondern auch durch das Kümmelöl
verursachte Leberschäden auftreten.
Pharmakologisch ist beim Kümmelöl eine erhebliche Wirkung gegen das
Wachstum krankheitserregender Pilze nachgewiesen. Die Wirkung wird aber
kaum ausgenutzt.

Kümmelsäckchen auf der Herdplatte erwärmt, sind ein althergebrachtes
Auflagemittel bei rheumatischen Schmerzen, bei Zahn- und Kopfschmerz.

Bei Unsicherheit beim Sammeln: Die Blätter der Pflanze zerreiben, wenn sie
stark nach Kümmel riecht ist es die richtige!

Die Wurzel kann im Frühjahr des 2.Jahres gesammelt werden und wie
Petersilienwurzel oder Sellerie als Suppengewürz oder kleingeschnitten zu
Saucen verwendet werden.

Das wichtigste in Kürze über Kräuter und Gewürze (1943):

Wichtige Merkmale

im 1. Jahre Blattrosette, im 2. Jahr bis 100 cm hoher
Blütenstand, blüht Mai - Juli

Heimat

Kleinasien, Mittelmeergebiet

Gewonnene Droge

Früchte = Fructus Carvi

Verwendungszweck

als Doge gegen Magen- und Darmbeschwerden,
Blähungen, Kolik und dgl., beliebtes Gewürz, Ölgewinnung

Inhaltsstoffe

ätherisches und fettes Öl (DAB 6 verlangt 4 % äth.)

Bevorzugter Boden und Lage

kalkhaltiger Lehmboden, hohe Luftfeuchtigkeit

Fruchtfolge

in 2. Tracht stellen mit Zwischenfrucht für das 1. Jahr
(Erbsen, Sommergerste, Pferdebohnen, Raps, Hafer)

Aussaat

April, Freiland

Keimung

Dauer etwa 14 Tage, Dunkelkeimer + Lichtkeimer, bis
80 % Keimfähigkeit

Tausendkorngewicht

2,6 g

Kornzahl auf 1 g

400

Samenbedarf je 100 qm

Frühbeet

Aussaat

8g, Freiland

Aussaat

80g

Pflanzzeit

Herbst - Frühjahr

Pflanzweite

30-40 cm Reihenweite, bis 15 cm in der Reihe

Pflanzenbedarf je 100 qm

1800 Stück

Erntezeit

sobald die Körner sich verfärben

Ernteerträge je 100qm

10 kg

Schädlinge

Blattflächenpilz, Stengelfäule, Kümmelmotte, Mäuse

Sonstiges

Bienenweide. Neigung zur Trotzerbildung. Maisaat liefert Wurzel
(Gemüse). Im Handel befindliche Sorten: Königsberger = frühreif, fest im
Sitz und mittelfrüher Niederdeutscher

ätherisches Öl kann eine Hautreizung verursachen.

pharmazeutisch gebrauchte
volksheilkundlich gebrauchte Heilpflanze
tierheilkundliche Heilpflanze
Nahrungs- und Genußmittel
Gewürzpflanze

D=sem.carvii T=sem.

Altersschwäche, Rekonvaleszenz (Nr. 02)
Blähungen (Nr. 07)
Bleichsucht, Blutarmut (Nr. 09)
Blutdruck hoch (Nr. 10)
Flechten, Ausschläge (Nr. 20)
Leberleiden, Gelbsucht (Nr. 31)
Magen - Reizung, Krämpfe, Übersäuerung (Nr. 32)
Schlaflosigkeit (Nr. 41)

Eigenschaften

Blüte: ROSA
Kümmel
Kümmel
Kümmel
Kümmel

Allgemeine Beschreibung der Familie Doldenblütler

Doldenblütler sind in der Regel 2jährig. Ausnahme: Hundspetersilie.

Blätter: alles möglich: wechselständig mit auffälliger Blattscheide
einfach bis mehrfach gefiedert. Hüllblätter, Hüllchenblätter
Dill: nadelförmige Blätter, Hasenohren: ganzrandig
Girsch: 3zählige Blätter

Stengel: kantig, gekerbt, rund. Wiesenkerbel: auffällig gekerbt
Engelwurz: Blattscheide als Knospenschutz

Blütenstand: Doppeldolde oder einfache Dolde(Sterndolde, Sanickel)
meistens weiß blühend, Gelb(Pastinak, Liebstöckl, Fenchel, Dill),
selten rosa(Bibernellen, Kälberkröpfe, ev. Kümmel)

Frucht: klein, trocken, zerfallen in 2 Teile (Spaltfrucht)

Duft beim Zerreiben der Samen.

einige sehr giftige Vertreter: Wasserschirling, gefleckter Schirling, Kälberkröpfe,
Hundspetersilie (Vorsicht beim Kalmuswurzen graben wegen der Wurzel des
Wasserschirlings - dieser hat Kammern wenn man die Wurzel durchschneidet!)

Essbar ist die Kerbelrübe, Kümmel, Pastinaken

Alkaloide(Schirling, Kälberkropf), Ätherische Öle, Furanocumarine=fototoxisch

Disclaimer

Die Inhalte von "Unser Kräutergarten" sind ausschließlich für den Informationszweck bestimmt und kann nicht den Besuch beim Arzt oder der Ärztin ersetzen, die für eine professionelle Beratung oder Behandlung ausgebildet sind. Besonders wenn Sie Medikamente nehmen ist der Einsatz von Heilpflanzen vorher ärztlich abzuklären.

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