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Spitzwegerich - Unser Kräutergarten
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Spitzwegerich
Spitzwegerich

Spitzwegerich

Top-Pflanze
Spitzwegerich
Latein: Plantago lanceolata
Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Vegetationszeit: Mehrjährige Pflanze
Verwendung: Insektenstiche, Antibiotisch, Imunstärkend, Husten
Erdstrahlen: Strahlensuchende Pflanze

Beschreibung

Samenstände=Flohsamen(Ersatz)!!!

TROCKNEN HAT KEINEN SINN - verliert über 80% der Heilkraft

Verwendung

Alk. Ansätze - Blätter o. Tee (frisch!)
oder Tinkturtropfen in Hustentee geben
* WUNDBEHANDLUNG: Insektenstiche, Verletzungen
* LUNGE: Asthma, Bronchitis, Husten
* Augenleiden
* Blutreinigung, Blutungen, Durchfall, Frauen, Flechten, Herz, Magen,
Venen u. Zuckerkrankheit
hat Pilzhemmende Wirkung

Sollte den Nobelpreis unter den Pflanzen erhalten! Wirkt auch Antimykotisch!

Historisches
Den lateinischen Namen Plantago kann man sich zusammengesetzt aus Planta
(Fußsohle und Pflanze) und agere (bewegen) vorstellen. Die Pflanze ist in der
Tat in Bewegung, denn sie kommt und sie geht mit dem Menschen. Der Same
bleibt an Schuhen, Tierhufen ja sogar an Reifen hängen, und wird so weltweit
verbreitet.
Wegerich ist eine der ältesten Heilpflanzen, dessen Anwendungsgebiet sich
nicht verändert hat. Dioscurides schreibt, daß schon das Auflegen der Blätter
Wunden heilt , und der Saft den Drüsen hilft.
Wegerichsamen fand man auch in den Mägen von Moorleichen der Eisenzeit.
Ob diese Menschen Spitzwegerich oder andere Wegereriche als heilendes
Kraut oder als Nahrungsmittel oder beides verzehrt haben, bleibt unbekannt.
Die dicken Blattadern des Breitwegerichs sind schon im Mittelalter als Orakel
benutzt worden. Ein Blatt wurde quer schnell und kräftig auseinandergerissen,
und an der Anzahl der herausstehenden Fäden die Anzahl der Liebhaber oder
Liebsten abgelesen. Auch heute noch macht es Kindern und Erwachsenen Spaß,
mit dem Breitwegerichorakel herauszufinden, wieviele Kinder man bekommen
wird.

Allgemeines

Die lanzettlichen schmalen Blätter weisen eine deutliche
Längsfurchung auf, sie stehen in einer Grundrosette. Die Stiele der Blütenähren
sind länger als die Blätter und streben senkrecht auf. Die kleinen weiß-grauen
Blüten sitzen einer bräunlichen Ähre auf.
Als Droge wird das ganze Kraut, vor allem die Blätter verwendet.

Der Spitzwegerich wird in der Volksheilkunde besonders bei Lungen- und
Bronchialerkrankungen, bei Wunden und Insektenstichen eingesetzt.
Bei schlecht heilenden Wunden kann man den frisch gewonnenen
Spitzwegerichsaft, eventuell mit etwas Kamillensaft gemischt und mit etwas
abgekochtem Wasser verdünnt, direkt auf die Wunden als Umschlag geben.
Man kann selbstverständlich auch den Spitzwegerichsaft alleine verwenden.
Dazu sammelt man - am besten morgens- einige junge Spitzwegerichblätter und
stellt im Entsafter frischen Saft daraus her. Entzündungen im Mund und
Rachenraum werden mit dem Frischsaft der Pflanze behandelt. Der frische
Pflanzensaft ist schon lange als Wundheilmittel bekannt. Abgekocht weißt er
eine reduzierte antibakterielle Wirkung auf, weil bei der Erwärmung ein wichtiges
Enzym verloren geht.
Der aus frischen Blättern gepreßte Saft wurde bei äußeren wie inneren
Blutungen empfohen, bei Wunden sollte man gleich etwas Saft hineingeben,
oder zerquetschte Blätter darüberlegen.( Auch bei blauern Flecken geeignet)
Pfarrer Kneipp sagte dazu:
Wie mit Goldfäden näht der Spitzwegerichsaft den klaffenden Riss zu, und wie an
Gold sich nie Rost ansetzt, so flieht den Spitzwegerich jede Fäulnis und faules
Fleisch.
Der Spitzwegerich wird wegen seines Gerbstoffgehaltes bei Magen und
Darmerkrankungen verwendet.
Frisch gepreßter Spitzwegerichsaft wird als Frühjahrskur zur Blutreinigung
getrunken und äußerlich bei schlecht heilenden Wunden für Umschläge verwedet
( bei Ausschlägen).
Gelegentlich werden auch die reifen Samen (Erntezeit August bis Oktber) als
mildes Abführmittel eingesetzt.
Spitzwegerich kann auch wie Spinat verwendet werden. Die ganzen
Samenstände eignen sich als Hühner- und /oder Vogelfutter.

Spitzwegerich wirkt blutreinigend, heilend, kühlend, hustenlindernd, harntreiben,
zusammenziehend, schleimlösend, antibakteriell, appetitfördernd, leicht
Zuckersenkend, gegen Insektenstiche, gegen Husten und reizlindernd.

Inhaltsstoffe

Pflanzenschleim, Aucobin, Catapol, Gerbstoff, Glykosid, Emulsin,
Bitterstoffe, Harz, Aesculetin, Flavonoide, Mineralstoffe, Kieselstoffe, Tannine,
Vitamin C, Senföl und wahrscheinlich Senföl.

Spitzwegerich in der Homöopathie als Plantago major D0 bis D3: 15 Tropfen,
mehrmals täglich bei Kopf-, Ohren-, und Zahnschmerzen sowie bei Bettnässen.

Drogenname

Plantaginis lanceotata herba

Spitzwegerichsirup gegen Husten:

Rezept 1
Spitzwegerichblätter entsaften, und dem frisch gewonnenen Saft die gleiche
Menge Honig beimengen und verrühren.

Rezept 2
Spitzwegerichblätter im Mixer zu einem Brei verarbeiten, zu gleichen Teilen
Wasser dazugeben, das Ganze bis zum Siedepunkt erhitzen und dann zu
gleichen Teilen Honig unterrühren. Der Sirup ist etwas haltbarer und kann auch
auf Vorrat zubereitet werden.

Rezept 3
In ein weithalsiges Gefäß gibt man eine Schicht zerkleinerte Spitzwegerichblätter,
darauf eine Schicht Rohrzucker, wiederum Blätter, usw. bis das Glas voll ist. Die
oberste Lage muß aus Zucker sein. Mit einem Leinenstück zubinden, in die
Sonne stellen, den ganzen Sommer lang. Der Zucker entzieht der Pflanze die
Wirkstoffe. Die Blätter dürfen nicht gewaschen werden.
Nach einiger Zeit setzt sich ein fester und ein flüssiger Teil ab. Den festen Teil
kann man als Badezusatz verwenden. Erst einen Tee daraus kochen, und dann
in die Badewanne geben.
Der untere Teil aber, ist unser wertvolles Hustenmittel.

Rezept 4
Einen kräftigen Tee, einen sogenannten Auszug zubereiten. Die Blattmasse
herausgeben und Kandiszucker in den Auszug geben. Jetzt bei milder Wärme
eindicken lassen. Ist ebenfalls ein ausgezeichnetes Hustenmittel.

Rezept 5
Sirup in einem Tontopf ansetzen und diesen in ein Erdloch stellen. Am besten
eine sonnige Lage auswählen. Den Topf mit einem Brett gut abdecken. Dann
das Loch mit Erde auffüllen und den ganzen Sommer drinnen lassen. Erst im
Herbst herausnehmen.

Der Sirup in der Erde wird schön dunkelgrün ,
der Sirup an der Sonne wird bräunlich.

Bei Lungen - oder Bronchialerkrankungen , wie beispielsweise bei Husten mit
Schnupfen und Heiserkeit , bekommt der Patient jede halbe bis ganze Stunde
einen Teelöffel voll Spitzwegerichsirup verabreicht, den er langsam im Hals
herunterlaufen lassen sollte.

Spitzwegerichtinktur
Die frisch gesammelten Blätter des Spitzwegerichs locker in eine Flasche mit
einem weitem Hals oder ein dichtes Schraubglas geben. Das Ganze mit Alkohol
oder einem guten Weinbrand übergie0en. 6 Wochen mazerieren lassen. Immer
wieder einmal durchschütteln.
Abgeseiht hat man dann eine Medizin für alle Fälle:
Man kann Insektenstiche betupfen,
mit der verdünnten Tinktur Wunden auswaschen,
Umschläge machen oder
Ab un zu (bei Husten) ein Gläschen davon trinken.
( Dem Tee beigeben)

Teezubereitung
2 Teelöffel Blätter werden mit ¼ Liter kaltem Wasser zum Sieden gebracht und
nach 5 Minuten abgeseiht. Der Tee wird 3 mal täglich getrunken.

Da Spitzwegerich in getrocknetem Zustand ca.80% seiner Wirkstoffe verliert,
sollte er nur frisch oder in Form einer Tinktur verwendet werden.

Aus der Kräuterküche:
Spitzwegerichknospen mit Champignons
40 dag Champignons, 2 Zwiebeln, 5 dag Knospen Spitzwegerich, je ein Stengel
Thymian, Rosmarin und Origano, Olivenöl, Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Champignons waschen, putzen und blättrig schneiden. Zwiebel und Knoblauch
hacken und in Olivenöl andünsten. Champignons mit Kräutern zugeben und
dünsten. Gegen Ende der Garzeit, wenn die Flüssigkeit weitgehend verdunstet
ist, Spitzwegerichknospen zugeben, und für ein paar Minuten mitdünsten. Mit
Salz und gemahlenen Pfeffer abschmecken

Nachtcreme aus Wegerich
Eine kleine Pfanne wird mit Wegerichblättern gefüllt und mit ½ Liter Wasser und
dem Saft einer Zitrone übergossen. Man kocht die Mischung auf und läßt 20
Minuten auf kleiner Flamme köcheln. Nach dem Abkühlen filtern und mit 30g
Hamamelis verrühren. Abfüllen und kühl lagern.

pharmazeutisch gebrauchte
volksheilkundlich gebrauchte Heilpflanze
homöopathische Heilpflanze

Wu, H=plt.rec. T=fol.

Asthma, Bronchitis, Lunge, Husten (Nr. 05)
Augenleiden (Nr. 06)
Blutreinigung (Nr. 12)
Blutungen (innere), Menstruation zu stark (Nr. 13)
Durchfall, Ruhr (Nr. 15)
Flechten, Ausschläge (Nr. 20)
Frauenleiden (Nr. 21)
Herzleiden (Nr. 27)
Magen - Verdauungsstörungen, Säuremangel (Nr. 33)
Venen, Krampfadern, Hämorrhoiden (Nr. 44)
Zuckerkrankheit (Nr. 50)

Eigenschaften

Blüte: BRAUN/GRÜN
Spitzwegerich
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Disclaimer

Die Inhalte von "Unser Kräutergarten" sind ausschließlich für den Informationszweck bestimmt und kann nicht den Besuch beim Arzt oder der Ärztin ersetzen, die für eine professionelle Beratung oder Behandlung ausgebildet sind. Besonders wenn Sie Medikamente nehmen ist der Einsatz von Heilpflanzen vorher ärztlich abzuklären.

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