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Wiesenbärenklau - Unser Kräutergarten
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Wiesenbärenklau
Wiesenbärenklau

Wiesenbärenklau

Top-Pflanze
leicht giftig, hautzeizend, fototoxisch, brecherregend und/oder allergen
Wiesenbärenklau
Latein: Heracleum sphondylium
Familie: Doldenblütler (Apiaceae) Details ]
Vegetationszeit: Mehrjährige Pflanze
Verwendung: Kräftigungsmittel, Stärkungsmittel

Beschreibung

Bärenklau (Heracleum sphondylium)

Brechen Sie seine Stengel auseinander und lassen Sie sie in der Sonne
trocknen. Sie werden darauf kleine Tröpfchen aus geronnenem Zucker
erscheinen sehen. Auf dem Lande rund um Gavarret zählte dies zu den Freuden
meiner Kindheit
Maurice Mességué (französischer Naturheiler)

Sein erster lateinischer Name "heracleum" beweist, daß er einst Herkules
gewidmet war, teils wegen der Kraft der Pflanze selbst, und teils wegen ihrer
vielen Vorzüge.
Der Bärenklau ist der große Verwandte der Möhre: mannshoch, mit dicken,
gefurchten Stengeln, die hohl und über und über behaart sind, große,
zusammengesetze Blätter und breite, aus winzigen, makellos weißen Blüten
bestehende Dolden. Die Blattstengel sind lang und saftig, oben eine
Wasserrinne. Der Stengel ist knotig, hohl und gefurcht. Der Zuckergehalt des
Bärenklaustengels ist so groß, daß man nach dem Trocknen der Stengel in der
Sonne kleine Saftkügelchen abnehmen und als Süßigkeiten essen kann.
Meistens gedeiht er auf sauren Wiesen und auf Lichtungen und macht sich
innerhalb eines Jahres auf den brachliegenden Äckern breit. Er blüht vom
Frühling bis zum Herbst.
Seine Samen sind so rund und abgeflacht wie Linsen; kleine Vögel lieben sie
und fressen ungeahnte Mengen davon. Der Samen des Bärenklaus sieht dem
Karottensamen sehr ähnlich. Bärenklausamen soll ein starkes Aphrodisiakum
sein. Man kann einen Aufgußtee daraus bereiten.
Die Pflanze ist häufig anzutreffen. Man zählt den Bärenklau zu den
"Glückskräutern".
Der Geruch ist stark aromatisch, etwas unangenehm. Der Geschmack ist sehr
würzig und etwas süß.

Sammelgut: Junge Blätter und Blattstiele, April bis Oktober
Wurzeln, Frühling und Herbst

Inhaltsstoffe

viel ätherisches Öl, Furocumarine ( können auf der Haut
Entzündungen oder allergische Reaktionen hervorrufen), Bitter- und Scharfstoffe,
reichlich Zucker

Eigenschaften

anregend, aufbauend, potenzsteigernd, blutdrucksenkend,
verdauungsfördernd
Die Schweden halten die Wurzel des Bärenklau als wirksam gegen Hysterie und
Epilepsie.
Die Russen gewinnen daraus eine Arznei gegen alle Verdauungsstörungen.

Drogenname

Heraclei sphondylii herba

Familie

Doldengewächs, zweijährig, bis 1,5 Meter Höhe

Rezepte für die Gesundheit

Bärenklauöl
3 Teile Bärenklau und 1 Teil Nelkenwurz werden mit ca. 1 l kaltgepreßtem
Distelöl angesetzt und 2 Wochen verschlossen kühl und dunkel aufbewahrt. Die
getrockneten Kräuterteile müssen während der Ziehzeit immer völlig mit Öl
bedeckt sein, weil sie sonst leicht schimmeln. Anschließend abseihen und in
Flaschen dunkel lagern. Bärenklauöl ist eine gesunde Alternative zum
herkömmlichen Salatöl, die sich bei einer eventuell vorhandenen Neigung zur
Zuckerkrankheit günstig auswirken kann.

Bärenklautinktur
2 Teile Bärenklaublätter, 1 Teil Bohnenkraut, 1 Teil Brennessel, ½ Teil
Lavendelkraut und Blüten werden klein geschnitten und mit 1 l Kornschnaps
übergossen. Das verschlossene Gefäß 3 Wochen an einen mäßig warmen Ort
stellen, dann abseihen und in Gläschen füllen.
Bärenklautinktur wirkt anregend als Massagelotion oder Badezusatz, ist aber
auch gesundheitsfördernde Würze für Salate und deftige Gerichte.

Bärenklau - Wurzelpulver ist der "Ginseng - Ersatz" unserer Breiten. Es gilt als
potenzsteigernd und wird auch europäischer Ginseng genannt. Das Pulver dient
auch als "Stärkungsmittel". Bei starker körperlicher Belastung empfehlenswert.

Teezubereitung: 1 Teelöffel Wurzel mit ¼ l kaltem Wasser zustellen, zum Sieden
erhitzen, kurz ziehen lassen und bis zu dreimal täglich trinken. Der Tee wirkt
blutdrucksenkend und gegen Blähungen und Verdauungsstörungen.

Impotenz und Frigidität lassen sich wirkungsvoll so behandeln: 1 Kaffeelöffel
Wurzelpulver pro Tag einnehmen, zusätzlich 2mal täglich ein Fußbad aus der
Abkochung von 2 Hand voll frischer Blätter und einer der Länge nach
gespaltenen Wurzel.

Bärenklausaft , einen Kaffeelöffel täglich gegen Impotenz

Verwendung in der Küche

Gut zu Mischgemüsen ( sparsam verwenden, bis man sich an den Geschmack
gewöhnt hat und die Mengen einschätzen kann).

Blätter in Pfannkuchenteig ausbacken, sehr mild und würzig!

Früher gewann man aus ihm das "Armenbier", denn der Stengel diente zur
Bereitung eines alkoholischen Getränks. Hier das

Rezepte

Armenbier: ca. 1 Liter kleingeschnittene, saftige Blattstengel werden mit 2 Liter
Wasser abgekocht. Den Absud läßt man nach Zugabe von wenig aufgelöster
Bierhefe (oder Backhefe) in einem Glasballon einigen Tage an einem warmen
Ort gären. Wenn die stärkste Gärung beendet ist (nach 3-7 Tagen) seiht man ab
und trinkt das Gebräu gut gekühlt.

Die Blätter, die man in die Suppe geben kann, sind ein gutes grünes Gemüse.
Es heißt auch, der russische "Borscht"(eine Art saure Kraftsuppe) sei in
Wirklichkeit eine "Bärenklausuppe", in der die anderen Ingredienzen wie Kohl
und rote Rüben nur eine zweitrangigen Rolle spielten. Wie Malve und Borretsch
wirkt auch der Bärenklau "aufweichend", wodurch er für Magen und Darm sehr
verträglich und besänftigend wirkt.

Die jungen, zarten Blätter werden im Frühjahr gesammelt und wie Spinat
zubereitet. Eine äußerst vitaminreiche Speise.

Die ganz jungen rohen Blätter kommen in Salate und möbeln alte Kartoffeln
geschmacklich auf, gehackt kommen sie in Eierspeisen und Soßen. Aus etwas
größeren Blättern bereitet man Bärenklausuppe, Bärenklaupüree, Gemüse oder
Auflauf.

Bärenklau-Auflauf
Bärenklau wird auch der europäische Ginseng genannt, ist also ein
Vitalisierungsmittel.
5 bis 6 große Kartoffeln werden in der Schale gekocht, anschließend geschält
und in Scheiben geschnitten.
In eine geölte bzw. Gefettete Auflaufform eine Schicht Erdäpfel legen, darauf
frische, in schmale Scheiben geschnittene Bärenklaublätter (3 bis 4 große
Blätter), als letzte Schicht wiederum Erdäpfel.
In 125 ml sauren Rahm 2 Eier verquirlen, salzen und pfeffern, die Mischung über
den Auflauf gießen.
Man kann statt dem sauren Rahm auch Obers verwenden, ist keines von beiden
im Haus, nehme man ausschließlich Eier, und zwar 4 Stück.
Im Rohr etwa ½ Stunde überbacken.

Bärenklausalat und -gemüse
- Die ganz jungen, gekräuselten Blätter des Wiesen-Bärenklaus schmecken
aromatisch und eignen sich
ausgezeichnet für Salate.
- Die fleischigen Stengel haben einen angenehmen Geschmack nach Kokosnuß.
- Solange man sie noch mit der Hand pflücken kann, sind sie zart genug für Salate.
- Man schält die Stengel und schneidet sie in mundgerechte Streifen.
- Die dicken Knospen in den Blattachseln, sie werden nach ihrer Entfaltung zu
den Blütenständen, schmecken
als gedünstetes oder gekochtes Gemüse mit etwas Butter oder einer leichten
Soße.

Bärenklau-Creme:
Eine anregende Nachspeise!
1 EL noch grüne, zarte Bärenklaufrüchte werden mit 50g Zucker, dem Saft ½
Zitrone und etwas Wasser im Mixer püriert.
Man schlägt ¼ l süße Sahne steif und rührt anschließend die Bärenklaumischung
hinzu.
Nicht mehr schlagen, in Glasschüsseln servieren.

Sonstiges
Hervorragendes Kaninchenfutter. Allergiker sollten wegen der möglichen
Hautreizung vermeiden, die Blätter zu berühren.

Wiesenbärenklau ist fototoxisch und sollte mit Vorsicht verwendet werden!

Wurzelpulver: 100 g kosten im Naturkostladen über 30 Euro!

volksheilkundlich gebrauchte Heilpflanze
homöopathische Heilpflanze

H=hb.rec. T=rad.cum herb.

Durchfall, Ruhr (Nr. 15)
Epilepsie (Nr. 16)
Fettsucht (Nr. 18)
Magen - Reizung, Krämpfe, Übersäuerung (Nr. 32)
Magen - Verdauungsstörungen, Säuremangel (Nr. 33)
Menstruation schwach (Nr. 35)
Nervenleiden (Nr. 37)

Eigenschaften

Blüte: WEISS
Wiesenbärenklau
Wiesen-Bärenklau
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Allgemeine Beschreibung der Familie Doldenblütler

Doldenblütler sind in der Regel 2jährig. Ausnahme: Hundspetersilie.

Blätter: alles möglich: wechselständig mit auffälliger Blattscheide
einfach bis mehrfach gefiedert. Hüllblätter, Hüllchenblätter
Dill: nadelförmige Blätter, Hasenohren: ganzrandig
Girsch: 3zählige Blätter

Stengel: kantig, gekerbt, rund. Wiesenkerbel: auffällig gekerbt
Engelwurz: Blattscheide als Knospenschutz

Blütenstand: Doppeldolde oder einfache Dolde(Sterndolde, Sanickel)
meistens weiß blühend, Gelb(Pastinak, Liebstöckl, Fenchel, Dill),
selten rosa(Bibernellen, Kälberkröpfe, ev. Kümmel)

Frucht: klein, trocken, zerfallen in 2 Teile (Spaltfrucht)

Duft beim Zerreiben der Samen.

einige sehr giftige Vertreter: Wasserschirling, gefleckter Schirling, Kälberkröpfe,
Hundspetersilie (Vorsicht beim Kalmuswurzen graben wegen der Wurzel des
Wasserschirlings - dieser hat Kammern wenn man die Wurzel durchschneidet!)

Essbar ist die Kerbelrübe, Kümmel, Pastinaken

Alkaloide(Schirling, Kälberkropf), Ätherische Öle, Furanocumarine=fototoxisch

Disclaimer

Die Inhalte von "Unser Kräutergarten" sind ausschließlich für den Informationszweck bestimmt und kann nicht den Besuch beim Arzt oder der Ärztin ersetzen, die für eine professionelle Beratung oder Behandlung ausgebildet sind. Besonders wenn Sie Medikamente nehmen ist der Einsatz von Heilpflanzen vorher ärztlich abzuklären.

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