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Wirsing - Unser Kräutergarten
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Wirsing
Wirsing

Wirsing

Synonyme und volkstümliche Namen

Welschkohl

Wirsing
Latein: Brassica oleracea convar.botrytis Alef.var.sabauda
Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae) Details ]
Vegetationszeit: Einjährige Pflanze / Zweijährige Pflanze
Erdstrahlen: Strahlenflüchter

Beschreibung

Der Kohl

Es dürfte im allgemeinen nicht bekannt sein, daß der Kohl schon im Altertum ein großes Ansehen genoß; er war geradezu ein Universalmittel. Die Römer kannten während sechs Jahrhunderten sozusagen kein anderes Heilmittel als den Kohl. Den verwendeten sie als inneres und äußeres Reinigungsmittel , zu Umschlägen und zur Wundbehandlung ihrer Legionäre.

Begreiflicherweise möchte man nun wissen, welche Stoffe die Heilkraft des Kohlblattes bewirken. Nach Berselin wurden der Kohl nicht ganz untersucht, sondern nur sein Saft und Schrader hat darin in Prozenten folgendes gefunden:
0,63 Stärkemehl
0,29 Pflanzeneiweiss
0,05 Harze
2,89 gummihaltigen Extrakt
42,8 wasser- und alkohollösliche Stoffe.

Außerdem enthält der Saft Kaliumsulfat und Kaliumnitrat, Eisen und Magnesiumoxyd. Schwefel , Phosphor, Zink und die Vitamine C, B1, B2, PP und U
Auf 100 g frischen Kohl entfallen 71 Kalorien, 2,4g Eiweisse und 101 mg Vitamin C.

Anwendungshinweise

Um voll wirken zu können, muß das Kohlblatt in vollem Saft stehen. Je grüner und dicker es ist, desto wirksamer wird es sein. Ausgetrocknet ist es unwirksam.

Wenn das Blatt nach einer zwölfstündigen Auflage seine Frische und seine grüne Farbe behält, so ist es immer noch brauchbar und wirksam, ob nun die Sekretion oder Eiterung schon eingesetzt hat oder nicht.
.
Wenn das Blatt bräunlich wird, dann ist dies ein offensichtlicher Beweis für die Eiter- und Sekretausscheidung; der Kohl hat seine Wirkung gezeigt.

Wenn das Blatt gelb, trocken und welk wird, so ist die Krankheit entweder sehr hartnäckig oder sie ist durch die vorangegangenen Umschläge bereits geheilt.

Sekretion und Eiterung unter dem Einfluß des Kohls gehen jeder Heilung voraus, sind eine notwendige Bedingung.

Noch zwei weitere, scheinbar gegensätzliche Erscheinungen verdienen Erwähnung: Einerseits lindert der Kohl die Schmerzen einer Krankheit, vor allem, wenn sie sehr heftig sind; andererseits verursacht er Schmerzen, wenn die Krankheit empfindungslos ist. Auch im letzten Fall wirkt also der Kohl im Interesse des Patienten und seiner Genesung.

Bei einer Erkrankung haben Krise und Reinigung einen gemeinsamen Grund, nämlich die Anwesenheit von Giftstoffen oder Krankheitskeimen im Organismus. Ebenso ist beiden das Ziel gemeinsam: Die Entfernung dieser Giftstoffe aus dem Körper und damit eine natürliche Entfernung des Krankheitserregers. Diese Reinigung wird unterstützt durch die Anwendung des Kohlblattes. Außerdem wirkt der Kohl normalisierend auf die Körpertemperatur, durch entsprechende Erhöhung , bzw. Senkung der Normaltemperatur.

Wie man das Kohlblatt als Umschlag anwendet

Es ist wichtig, die Kohlblätter vor dem Gebrauch gut zu waschen.
Will man einen breiten Umschlag machen, etwa auf Brust, Rücken, Bauch oder Schulter, so läßt man die Blätter ganz. Man entfernt die dicken, vorstehenden Blattachsen oder Verzweigungen und walzt die Blätter mit Hilfe eines Wallholzes oder einer Flasche, um sie recht weich zu machen und die Blattrippen zu zerquetschen. Vor Gebrauch kann man die Blätter noch etwas anwärmen, oder aufeinander schichten, und zum Schluß fixiert man das Ganze mit einem Verband.

Größte Vorsicht ist bei Umschlägen auf Wunden und Geschwüren geboten. Blätter mit vorstehenden Blattrippen würden, auch wenn sie sorgfältig gewalzt sind, der Wunde schaden und vielleicht Schmerzen verursachen.
Für solche Umschläge soll man Blätter junger Pflanzen oder des zarten Inneren wählen, oder seitlich der Blattachsen kleine Streifen schneiden. Diese werden dann ebenso gewalkt, und dachziegelartig aufgelegt. Dadurch ist das Geschwür überall mit Kohl bedeckt, und das Sekret kann zwischen den Streifen abfließen.
Normalerweise erneuert man den Kohlumschlag morgens und abends. Bei Bedarf öfter.

Punkte über die Wirkung des Kohls

Das Kohlblatt erzeugt oder fördert die Ausscheidung von Eiterflüssigkeit bei
Geschwüren, Bläschen, Pusteln, wie auf erysipelatös oder furunkulös
entzündeter Haut, aber auch auf gesunder Haut, die tiefliegende, kranke
Gewebe bedeckt.

Diese Eiter- oder Flüssigkeitsbildung wird regelmäßig durch eine Besserung und
oft einer Heilung gefolgt; sie ist somit die einzige zu diesem Resultat nötige
Bedingung. Die fördernde Heilwirkung des Kohls ist also eine indirekte
Heilwirkung. Die Förderung der Eiterbildung durch die Kohlblätter kann
manchmal bei Geschwüren und auch blasenziehenden Wunden die Schmerzen
und die Entzündung vergrößern, der Eiter kann blutig werden.
Diese alamierende Tatsache kann durch die Anwesenheit von vergifteten
Körpersäften bedingt sein. Diese Körperstoffe werden durch den Kohl
angezogen und auf der Wunde angehäuft. So können sie dieselbe reizen und je
nach Stärke und Menge entzünden. Die Kohlumschläeg sollten nun unterbrochen
werden. Die Wunde mit Kräuterauszügen gewaschen werden. Nun sollte der
Heilung nichts mehr im Wege stehen.

Die durch eine Kohlbehandlung erzielte Heilung ist vollständiger und gründlicher
als jede andere Behandlung. Die Heilung tritt nur dann ein, wenn die
Krankheitsursache vertrieben und die vergifteten Körperstoffe verschwunden
sind.

Zum Schluß wollen wir noch Maurice Mességué zu Wort kommen lassen, der
den Kohl den "Arzt der Armen"nennt

meine Talente als Kohlbügler haben viele Kranke zum Lächeln gebracht.
Stellen Sie sich einen Rheumakranken, einen Gichtkranken oder einen armen
von Hexenschuß oder Ischias geplagten Mann vor, der sieht, wie sein Arzt zum
Bügeleisen greift, die dicke mittlere Rippe eines Kohlblattes nimmt und diese
dann so lange glättet, bis sie wie Samt aussieht Was für eine Medizin! Würde
er sagen. Und dabei ist sie so wirkungsvoll.
Der Kohl ist reich an Vitamin C und deshalb ein Mittel gegen Scorbut, ein
wirksames Mittel gegen die Ruhr und er liefert dem Körper den Grundstoff
Schwefel. Besonders der Absud scheint mir das Beste aller Blutreinigungsmittel
zu sein und gilt, im Frühling genossen, als wahre Entgiftungskur. Außerdem ist
der Kohl eine der kräftigsten Arzneien gegen nervöse Erregung und
Schlaflosigkeit. Geängstigten, Prüfungskanditaten, Personen, die unter
Depressionen leiden, und den "immerzu Müden " wird geraten Gebrauch davon
zu machen

Wichtiges Mittel bei verbrennungen

volksheilkundlich gebrauchte Heilpflanze
homöopathische Heilpflanze
Nahrungs- und Genußmittel

H=plt.rec.

Eigenschaften

Blüte: GELB
Wirsing
Wirsing

Allgemeine Beschreibung der Familie Kreuzblütler

(Früher Crucifere)

Blätter: wechselständig, keine Nebenblätter, gefiedert, fiederteilig, ganzrandig

Blüten immer Kreuzförmig. Farbe weiß, gelb, selten: rosa, lila, blau

Blütenstand: immer offene Traube

Frucht: Schoten, Schötchen

Sie enthalten alle Senfölglykoside = scharfe Inhaltsstoffe.
Nur wenige sind geeignet für Salat oder Gemüse.
Außerdem: Flavonoide, Öle(Raps), Herzglykoside in Goldlack.

Goldlack ist giftig (Lefkoien vermeiden)
Alle anderen Vertreter sind essbar oder genießbar.

Typische Vertreter: alle Kohl und Krautgewächse, alle Radieschen und
Rettiche, alle Senfpflanzen, Rapspflanzen, Kerssearten, Schaumkräuter.
Neunblättrige Zahnwurz(hängender Blütenstand), Färberwaid(färbt blau)

Disclaimer

Die Inhalte von "Unser Kräutergarten" sind ausschließlich für den Informationszweck bestimmt und kann nicht den Besuch beim Arzt oder der Ärztin ersetzen, die für eine professionelle Beratung oder Behandlung ausgebildet sind. Besonders wenn Sie Medikamente nehmen ist der Einsatz von Heilpflanzen vorher ärztlich abzuklären.

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